Das subtile System: Weg durch die
innere Evolution
Als Instrument unserer
spirituellen Evolution, gewissermassen als Mechanismus
der Erleuchtung , wohnt jedem Menschen ein subtiles System
aus Energiezentren (Chakras) und Kanälen (Nadis) inne.
Die wichtigste Aufgabe dieses Systems ist, uns Menschen
den langen Weg der Evolution hindurch zu führen und
uns schliesslich unsere ultimative, spirituelle Dimension
zu eröffnen. Das System steuert und unterstützt
allerdings auch die übrigen Aspekte menschlicher Existenz.
So ist es als Letztursache verantwortlich für unser
körperliches,
emotionales, seelisches und geistiges Sein.
Die Chakras: Schaltzentralen des
Zentralen Nervensystems
"Chakra",
ein Sanskrit-Wort, bedeutet wörtlich "Rad".
Denn Chakras sind rund und in ständiger Drehbewegung,
im Uhrzeigersinn. Dadurch geben sie Energie ab, die feinstofflichste
und zugleich mächtigste Energieform überhaupt.
Die Chakras sind Schaltzentralen, an denen sich unser Zentrales
Nervensystem (ZNS) aufhängt - ihre grobstoffliche
Entsprechung sind die Nervenplexen, über die die Chakras
die grob- und feinstofflichen Funktionen des menschlichen
Körpers und Bewusstseins steuern und beeinflussen.
Es gibt sieben Hauptchakras , alle entlang der Wirbelsäule, wie Perlen
an einer Schnur, angesiedelt. Jedes Chakra verkörpert ein universelles
Urprinzip, dass göttlich-kosmischen Ursprungs ist und als Grundmatrix
allen Seins angesehen wird. Die sieben Chakras und die ihnen innewohnenden
Urprinzipien sind:
1. Das Muladhara-Chakra. Urprinzip: kindliche Unschuld und Unbefangenheit,
Weisheit.
2. Das Swadisthana-Chakra. Urprinzip: Kreativität und Reines Wissen.
3. Das Nabhi-Chakra. Urprinzip: Frieden, Rechtschaffenheit und Meisterschaft.
4. Das Herz-Chakra. ( Anahata-Chakra ) Urprinzip: Liebe, Mitgefühl und
Vertrauen.
5. Das Vishuddhi-Chakra. Urprinzip: Kollektivität, Wahrhaftigkeit und
Zeugenschaft.
6. Das Agnya-Chakra. Urprinzip: Vergebung und Gedankenfreiheit.
7. Das Sahastrara-Chakra. Urprinzip: Integration, Verbindung mit dem Göttlichen,
Meditation.
Jedes der sieben Hauptchakras beinhaltet also als informativen Schatz die
genannten Urprinzipien. Höherer Sinn und Zweck der Evolution ist die
graduelle und schliesslich vollständige Etablierung all dieser Qualitäten
im menschlichen Bewusstesein und Sein.
Die Kundalini: Müttereliche
Urkraft und Helfer
Dies geschieht in
Sahaja Yoga durch die Arbeit der Kundalini, jener mütterlichen
Urkraft, deren Aufgabe es ist, unsere Chakras zu reinigen,
zu nähren und mehr und mehr zur vollen Entfaltung
zu bringen, auf dass sich der Spirit (Sanskrit: Atma) mehr
und mehr in uns entfalte, sich also unser Selbst verwirkliche.
Durch das initiale Ereignis des Kundalini-Aufstiegs
, wie er in der (physischen, aber auch nicht-physischen)
Gegenwart
Sri Matajis tausendfach erlebt worden ist, erhalten unsere
Chakras einen entscheidenden, katalytischen Energieschub.
Durch regelmässige Meditation gestattet uns unsere
Kundalini, die Qualitäten der Chakras mehr und mehr
zu etablieren.
Sahaja Yogis ist künstliches Gebahren fremd. Wir wissen,
dass aufgesetztes Verhalten und blosse Identifikation keinen
Menschen positiv verändern kann. Wir haben aber erfahren,
dass es die Kundalini selbst ist, die auf spontane ("sahaje")
Weise unsere Chakras versorgt und uns menschlich positiv
transformiert, indem
sie die Urprinzipien der Chakras in uns verwirklicht.
Dieser Prozess, autonom wie das autonome Nervensystem
selbst, ist die wahre spirituelle Evolution. Sie ist nicht
zu erreichen
durch Willen, Manipulation oder Fanatismus - sie ist vielmehr
ein Akt der Gnade der Natur an uns Menschen, wenn wir den
reinen Wunsch haben, uns persönlich und spirituell
zu entwickeln und entfalten, also "menschlicher" und "göttlicher" zugleich
zu werden.
Sahaja Yoga ist somit im Grunde ein Weg, eine Methode,
durch Aufstieg der Kundalini und regelmaässige Meditation
den energetischen Zustand der Chakras stetig und nachhaltig
zu verbessern, um so das Selbst in uns zu verwirklichen
und unser psycho-physisches Gleichgewicht zu erlangen
Die Nadis: Vergangenheit,
Gegenwart und Zukunft.
Es gibt drei grundsätzliche
Befindlichkeiten der räumlichen Existenz:
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Diese sind widergespiegelt in den drei subtilen Energiekanälen,
den Nadis:
Auf unserer linken Körperseite fliesst "linksseitige" Energie
durch den Mond-Kanal. Sie beeinflusst Emotionen, Unterbewusstsein,
Psyche und Vergangenheit.
Der Mond-Kanal wird auch "weibliche Seite" genannt.
Auf der rechten Körperseite befindet sich der
Sonnen-Kanal, die "männliche Seite": durch
ihn fliesst physische, mentale, kreative und auf die Zukunft
gerichtete
Energie.
Der mittlere Kanal (Sushumna-Nadi), der entlang der
Wirbelsäule
verläuft, ist der Evolution und dem spirituellen Aufstieg
vorbehalten. Seine Energie ist für uns Menschen die
wichtigste. Sie kann aber erst dann wirken und unser Sein
bestimmen, wenn die beiden anderen Kanäle im Gleichgewicht
sind, wir also weder von unseren Emotionen (oder unserer
Vergangenheit) noch von unseren Gedanken (oder der Zukunft)
dominiert werden.
Die Kundalini balanciert in der Meditation die beiden äusseren
Kanäle aus. Dadurch kann die Energie des mittleren
Kanals sich verstärken und uns spirituelles Wachstum
geben.
It is for your benevolence
“Now,
whatever I am going to tell you has not, to be accepted
blindfolded but treated like a hypothesis. Again and
again, I would request you that you must keep your mind
open like a scientist. If whatever I am saying is proved
then, as honest people, human beings have to accept this
beautiful discovery about yourself because this is for
your benevolence, and for the benevolence of your family,
benevolence of your society, benevolence of your nations
and benevolence of the whole world."
Shri Mataji Nirmala Devi
Der den
Frieden bringt.
( Einer der Namen Gottes )
Kundalini
"It
is a inner built-in system already there, existing within
you, which gives you this experience of the Spirit because
you are the pure Spirit . . . There is an All-Pervading
Power which is named by different names; that Islam calls
it Ruh, in India they call Paramchaitanya, in Bible .
. . you can say is the Cool Breeze of the Holy Ghost.
You have never felt it before that it existed. It does
exist."
Shri Mataji Nirmala Devi
Meditierender Mensch, vermutlich
Persien um 1700
Three channels
"There
are actually three channels in the system. The one in
the center is called Sushumna, which caters to the parasympathetic
nervous system, or the autonomous nervous system. The
one on the left looks after the left sympathetic nervous
system, and on the right it looks after the right sympathetic
nervous system. Now, it is not accepted yet, or discovered
yet in medical science that the left and right sympathetic
nervous systems are two juxtaposed systems. Their functions
are absolutely opposite to each other."
Shri Mataji
Nirmala Devi United Nations Public Program, New York, USA,
September 9, 1992