Die Göttliche Mutter im frühesten Christentum

June 21st, 2010

Der Religionswissenschaftler Hermann Usener machte 1889 in seinem Buch „Das Weih-nachtsfest“, vermutlich als erster wieder darauf aufmerksam, dass der Heilige Geist eigentlich weiblich-mütterlicher Natur sei. So schrieb er: „Es lässt sich auch der Beweis heute noch führen, dass der Taufbericht (Jesus Taufe im Jordan) dieses Evangeliums (Matthäus) von Anfang in semitischer Sprache niedergeschrieben war und in dieser Gestalt längerhin verbreitet wurde. Der darin gebrauchte Ausdruck für den Heiligen Geist war ruha (ruach), und dieses Wort war weiblichen Geschlechts. Deswegen wurde der Heilige Geist als Göttliche Mutter des Erlösers gefasst, und nicht nur in der Stelle von der Taufe; es waren in jenem Evangelium dem Heiland die merkwürdigen Worte in den Mund gelegt: ‚Eben hat mich meine Mutter, der Heilige Geist, an einem meiner Haare gefasst und auf den großen Berg Tabor getragen’.“ Gemeint ist hier das Hebräer-Evangelium, das aus sehr frühen judenchrist-lichen Kreisen stammte. Leider sind nur noch Bruchstücke daraus überliefert. Weiter lesen »

6 things i learned by organizing a russian concert tour in germany (14.-25.05.2010)

June 7th, 2010

  1. be prepared for obstacles: negativity from within or without may come in the way if you want to spread sy. For instance, after i decided spontaneously to join the tour through germany i instantly started to feel sick. A headache kept growing, my nose started running; i imagined myself having fever on an 8 hour trip by car. Luckily my intuition was stronger and i went with the musicians. As soon as we entered the motorway my symptoms were gone.
  2. plan, but stay flexible: planning is good. Few things happen without planning. By the way Germans love planning. But organizing a sahaj event is a little different from organizing any other event. You must notice the point when you have to stop organizing and let go. At some point during the tour i was desperate, because we were running out of money and i didn´t know how to pay for the petrol and for drinks and snacks during travelling. Few hours after i had discovered that hole in my purse a concert was given in Freiburg. They asked the audience for donations. Without telling anyone about our money problem the yogis from Freiburg and around generously decided to gift the 250€ they collected during the concert for the tour and the welfare of the musicians.By the way at the end of the tour i was sitting together with another yogini sorting out the mess of bills and counting the money. I had a hole in my nabhi fearing we would end up with a big minus. Can you believe that we found out that accounts in the end were exactly balanced? Weiter lesen »

Konzerttour „Music meets Meditation“

April 29th, 2010

Wir laden Sie herzlich ein zu einer Veranstaltungsreihe der besonderen Art. Der Verein Sahaja Yoga Germany e.V. veranstaltet im Mai 2010 eine Konzerttour durch weite Teile Deutschlands. Unter dem Motto „Classical Indian Arts Meet Modern Meditation“ möchten wir Ihnen eine einmalige Fusion aus altindischer Kultur und erfahrbarer, moderner Meditationstechnik anbieten.

Die indisch-klassische Musik und ihre Wissenschaft und Techniken sind über viele Jahrtausende entstanden und immer noch in Weiterentwicklung begriffen.

Traditionell gehören drei Künste zusammen: Gesang, instrumentelle Musik und Tanz. Diese drei bilden auf natürliche Weise ein harmonisches Ganzes. Man könnte auch sagen, es handelt sich um Melodie, Rhythmus und Inhalt. Weiter lesen »

Die Sahaj-Kolumne: Trainingscamp für Yogis

April 28th, 2010

Ich lese gerne Urlaubsanzeigen. Sie beflügeln die Phantasie. Bei „Urlaub in Bansin auf Usedom: Komfortable Ferienwohnung, für 2-3 Personen, 1 Minute zum Strand, gr. Balkon mit Meerblick“ kann ich mir den „Meerblick“ lebhaft vorstellen und schmecke die salzige Meeresluft auf meinen Lippen. Zwei Minuten Kopfkino – dann sitze ich wieder in unserer Küche und der Abwasch wartet. Folgendes ist mir beim Studium zahlreicher Urlaubsanzeigen aufgefallen: Es gibt kaum einen Ort, an dem nicht Ferien gemacht werden. Frei nach dem Motto „Das Gras ist grüner auf der anderen Seite des Zauns“ heißt Urlaub vor allem weg fahren, woanders hinfahren. So gibt es durchaus eine Menge Leute, die ihre Ferien in unserem Ort verbringen. Das brachte mich auf eine Idee: Wie würde eine Anzeige für unsere (Ferien-) Wohnung lauten? Weiter lesen »

Die Sahaj-Kolumne: Vayu – der Name ist Programm

April 21st, 2010

Es gibt jemanden, der es definitiv wert ist, ihm eine Kolumne zu widmen. Und dieser jemand ist Vayu. Als Hundewelpe wurde er Shri Mataji geschenkt; seine ersten anderthalb Jahre verbrachte er im Schloß in Cabella. Bis eine Yogini sich beim Gassigehen verliebte und ihn zu sich nahm. Fortan belebte er unsere kleine Yogi-Nachbarschaft. Man muss hinzufügen: Vayu ist gebürtiger Italiener. Daher hört er (wenn überhaupt) nur auf italienische Kommandos und das erklärt auch sein Temperament. Er ist sehr – nennen wir es mal – extrovertiert. Mag er jemanden (und das trifft auf ungefähr alle zu, einschließlich Einbrecher), wird er diese Sympathie auch bezeugen – meist feucht-fröhlich. D.h. mit fröhlich wedelndem Schwanz wird er versuchen, dieser Person einen feuchten Lecker einmal quer über das Gesicht zu verpassen. Bei soviel ehrlich gemeinter Zuneigung fühlte ich mich manches Mal etwas überfordert. Weiter lesen »

Osterpuja in Shri Matajis Haus in Genua

April 8th, 2010

Es war wohl ein kleines Wunder, dass ich mich plötzlich am Ostersonntag in Shri Matajis Haus in Genua zum Puja wiederfand. Noch heute kann ich es kaum glauben, dass ich dort war und vor allem, was ich dort erlebt und gefühlt habe…. Weiter lesen »

Die Sahaj-Kolumne: Die Wahrheit über russische Massage

April 7th, 2010

Die Geschichte von meiner massierenden russischen Schwiegermutter kennen Sie ja bereits. Russen und Massage – das ist ein Thema für sich. Ich habe noch keinen Russen getroffen, der nicht auf Massage schwört (mein Mann eingeschlossen). Es gibt einige Bezeichnungen für Massagetechniken, die auf deren russischen Ursprung hinweisen so z.B. „der russische Traktor“. Dieser hat übrigens nachhaltig Eindruck bei mir hinterlassen und das nicht nur, weil ich bei der Behandlung mehrmals glaubte, meine Wirbelsäule würde brechen.

Vor kurzem waren wir in meiner Heimatstadt. Dort gibt es ein russisches Geschäft. Genau wie asiatische Geschäfte immer etwas muffig und türkische immer fruchtig-nussig riechen, haben auch russische Geschäfte ihren ganz eigenen Geruch. Der ist angesiedelt irgendwo zwischen Dosenfleisch und Pryaniki.

Als besonderes Angebot darf man im besagten russischen Geschäft in meiner Heimatstadt kostenfrei die zwei Massageliegen im Nebenraum ausprobieren. Wo bekommt man schon eine Massage umsonst? Mein Mann und ich waren bereit, uns verwöhnen zu lassen. Weiter lesen »

Die Sahaj-Kolumne: Yogis im Schwimmbad – Chlor und Vibrationen

March 22nd, 2010

Mein Mann und ich gehen jetzt zweimal pro Woche schwimmen. Die Bewegung tut dem Körper gut. Mal gleitet man schwerelos durch´s Wasser, mal ackert man sich Bahn für Bahn einem unbekannten Ziel entgegen – vermutlich einzig der körperlichen Müdigkeit, die einem entspannten Fernsehabend danach das gewisse Etwas verleiht. Weiter lesen »

Die Sahaj-Kolumne: Meine russische Schwiegermutter

March 10th, 2010

Vor ein paar Wochen war meine Schwiegermutter zu Besuch. Ich muss sagen, mit meinen Schwiegereltern habe ich Glück gehabt; sie sind total in Ordnung.

Jedesmal, wenn meine Schwiegermutter zu Besuch ist, bemächtigt sie sich als erstes der Küche. Sie bringt mir bei, wie ich Gurken einlege, Sauerkraut herstelle – alles Sachen, die man in Deutschland leider nur noch selten selbst macht. Meine Schwiegermutter hat ein unerschöpfliches Repertoire an Rezepten – gute (fettige) russische Küche. Diese zaubert ein Lächeln auf das Gesicht meines Mannes und gleich darauf eine schmerzvolle Verzerrung – durch die Erinnerung daran, dass er auf all das während ihrer Abwesenheit verzichten musste. Weiter lesen »

Shri Mataji über Kunst

March 8th, 2010

Heute erst habe ich in der Zeitung gelesen, dass die Amerikaner verrückt danach sind, zu kaufen. Ich bin auch verrückt darauf, Dinge für euch zu kaufen, das sage ich euch. Überall, wo ich hingehe, versuche ich, Geschenke zu kaufen. Die ganze Zeit kaufe ich Dinge, aber nur Dinge, die künstlerisch sind, Dinge, die mit der Hand gemacht wurden, denn die europäische Mode ist eine so komische Sache, dass sie alles in einfacher Weise wollen. Sie mögen nichts, das orientalisch ist, nichts Klassisches. Sie waren diejenigen, die alles Klassische begannen, nun wollen sie, dass alles einfach ist, simpel; ich kann das nicht verstehen. Gott hat uns eine Nase gegeben, die vorspringt, und Ohren, ich meine: sollen wir sie abschneiden? So sehr, dass sie nicht daran denken, was aus den Künstlern werden wird. Künstler erschaffen und sie möchten ihre überschwänglichen Gefühle in ihrer Kunst ausdrücken, und wir wollen nicht sehen, warum sie so sind. Wir fühlen nicht auf diese Art. Wir tragen sehr einfache Kleider. Schaut: dadurch, dass man ein einfaches Kleid trägt, wird man nicht innerlich einfach.“ (Flughafen Wien, 18.07.1994) Weiter lesen »